Las Remesas

Maria Luisa ist auf Regen eingestellt. Sie kommt aus Madrid und ist eigentlich mo- mentan bei den Kurzfilmtagen in Ober- hausen. Mit ihrem Freund ist sie dort mit einem Film vertreten den sie in El Salvador gedreht haben. Darin geht es um „Las Remesas“; Geldüberweisungen von Migran- ten aus El Salvador, die in den USA ar- beiten und ihre Familien zuhause finanziell unterstützen. Ein ernstes Thema, er- staunlich mitreissend, temporeich und angemessen zynisch erzählt.
Maria Luisa is prepared for rain. She’s from Madrid and in these days she and her friend are invited to the Short-Filmfestival in Oberhausen. They’re presenting a film which they shot in El Salvador. It’s about „Las Remesas“; a transfer of money from migrants of El Salvador who are working in the USA, to support their familys at home. A serious topic put together in a stirringly and fast-paced way, properly cynic.

Maria Luisa und ihr Freund waren ein Jahr lang in El Salvador; dort hat 2009 der linke politische Flügel nach 20 Jahren erstmalig die Macht übernommen. Sie haben recher- chiert, beobachtet und gedreht. Heraus- gekommen ist außerdem eine 80 minütige Dokumentation: „La última ofensiva“ (Trailer). Ich habe tatsächlich vergessen was Maria Luisa auf meine Frage geant- wortet hat, was ihr im Leben wichtig ist. Nicht vergessen aber werde ich ihren ein- dringlichen Blick, als sie mir das Thema ihres Films erklärt.
Bei unserer Begegnung sind die beiden auf Sightseeingtour in Köln und fragen mich wo sie gut „Uöast“ essen gehen könnten. Ja; Deutschland und seine weltbekannten Spe- zialitäten. Ich empfehle ihnen (guten Gewissens!) ein Brauhaus in der Nähe. Die haben da sicher auch Wurst.
Maria Luisa and her friend have spent one year in El Salvador. In 2009 the political left wing has won the elections for the first time after 20 years. They did a lot of research, observed and kept shooting. Finally they also finished a 80 min. documentation: „La última ofensiva“. (trailer) Unfortunately I forgot what Maria Luisa replied when I asked her what’s most important in her life. But I sure won’t forget the look in her face when she explained the topic of her film.
When I ran into them they did some sightseeing in cologne, and they asked me where to have some good ‚Uöast‘ which was supposed to mean ‚Wurst‘, the german word for sausages. Yeah, the germans and their world-famous specialities… I recommended a cologne brewery close by; I’m sure they have good ones.
04.05.2010

7 Comments

  • Ruth P. sagt:

    wieder mal super, und interessant was die angesprochenen Leute immer so machen.
    Und lehrt mal wieder, dass man nie Vorurteile haben soll….

  • maikitten sagt:

    Was wäre der Tag ohne die morgendliche Dosis "anders anziehen"… Vielen Dank liebe Smilla für die schönen Fotos und die interessanten Geschichten 🙂

  • du hättest ihr habibi in der zülpicherstraße empfehlen müssen!
    das ist mein absoluter liiieeblingsladen.
    nirgendwo hab ich je so gut gegessen.

    die regenjacke ist der knaller. 🙂

  • smilla sagt:

    @Ruth P, welche könnte man denn haben??

    @maikitten; oh das freut mich aber, dass du das schreibst!

    @Linda im Glück, ja da war ich auch schon, Lecker!

  • Nora sagt:

    Viva El Salvador…schön das es auch noch andere Menschen gibt die sich mit diesem kleinen Land beschäftigen.
    Ich habe dort auch viele Menschen kennen gelernt, die in den USA arbeiten und Geld für ihre Familien verdienen.
    Leider weiß in Deutschland kaum einer etwas über dieses Land und seine Geschichte.
    Schöne Fotos mal wieder.
    LG
    Nora

  • smilla sagt:

    @Nora; ja, ich musste natürlich auch an dich denen, und als ich gelesen habe, dass El salvador eine der höchtsen Kriminalitätsraten der Welt hat, hab ich im Nachhinein mächtig Respekt bekommen.
    Darüber oder wie das für dich war hast du nie geschrieben, oder?

  • Nora sagt:

    Nun, nur am Rande, aber ich muss dazu sagen, dass ich ja auf dem Land gewohnt habe und die Kriminalität dort nicht so ausufert wie in den Städten.
    So direkt habe ich es also nicht mitbekommen, aber meine Familie hatte schon immer Angst um mich, da die Gewalt natürlich als erstes den Weg in die Nachrichten findet.
    Ich bin froh, dass ich nicht so viel darüber schreiben musste, denn so konnte ich den Menschen hier eben die andere Seite des Landes näher bringen.
    sonnige Grüße
    Nora

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